16.04.2025

Gemeinsam für den neuen Atlas Deutscher Brutvogelarten – Biologische Stationen bringen Fachwissen und Ehrenamt zusammen

Aktuelle Daten sind ein zentrales Fundament für den Natur- und Artenschutz – auch für unsere heimische Vogelwelt. Durch Klimawandel, die Intensivierung der Landnutzung und Lebensraumverluste verändern sich Brutbestände und Verbreitungsgebiete vieler Arten. Um diese Veränderungen frühzeitig erkennen und Maßnahmen entsprechend anpassen zu können, soll in den Jahren 2025 – 2029 ein neuer Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR 2) entstehen. Die Bundeskoordination des Projekts liegt beim Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA).

In NRW leisten die Biologischen Stationen einen wichtigen Beitrag zur Datenerhebung. In vielen Kreisen übernehmen sie die Koordination vor Ort, begleiten Kartierende fachlich, bieten Informationsveranstaltungen an und unterstützen bei der Auswertung der Daten. Insgesamt engagieren sich rund 13 Biologische Stationen – teils auch rein ehrenamtlich – an ADEBAR 2. Zusätzlich fließen auch die im Rahmen der FöBs erhobenen Daten aus Naturschutzgebieten in die Auswertung mit ein.

Der Einsatz endet dabei nicht mit dem Arbeitstag: Viele Mitarbeitende beteiligen sich auch in ihrer Freizeit an der Erfassung der Vogelbestände und bringen so ihre Fachkenntnisse und ihr Engagement direkt in die Praxis ein.

Nach Ende der Erfassungen sollen die erhobenen Daten vom DDA geprüft, in Karten gebündelt und in einem Gesamtwerk publiziert werden. Weitere Informationen sind unter dem folgenden Link verfügbar: https://adebar.dda-web.de/adebar/info

Ein junges Kiebitzküken auf einer Feuchtwiese. Dies ist eine Beispielart für diesen geschützen Lebensraum.
Die Biologische Station Kreis Steinfurt erfasst regelmäßig die Bestände von Wiesenvögeln auf Feuchtwiesen. Diese Daten sind nun auch für ADEBAR 2 nutzbar.
Ein aufmerksamer Zaunkönig im Wald. Beim ADEBAR werden Arten in allen Lebensräumen erfasst.
Dank Unterstützung der Biologischen Station Bonn / Rhein-Erft bearbeiten Ehrenamtler ein TK/4  selbstständig. Bei den übrigen Quadranten im Gebiet ist die Station auch selbst aktiv.
Ein Buntspecht hoch oben im Baum. Er sucht nach Nahrung.
Mitarbeitende der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet und der NABU-Naturschutzstation Münsterland sind auch ehrenamtlich für ADEBAR 2 im Einsatz.