22.01.2024

Biostation Rhein-Sieg-Kreis auf der Grünen Woche 2024

Zum 11. Mal präsentiert die Biologische Station im Rhein-Sieg-Kreis e.V. über 200 regionale, meist alte Obstsorten auf der Grünen Woche in Berlin für das Land Nordrhein-Westfalen (NRW-Halle 5.2a). Am 19.01. eröffnete die größte Landwirtschaftsmesse der Welt und bleibt noch bis zum 28.01. für Besuchende offen.

Die Obstsortenvielfalt begeistert die Besucher, die nach dem Apfel ihrer Kindheit suchen oder sich über die unterschiedlichen Geschmacks- und Verwertungsarten informieren wollen. Obstwiesen sind hoch wertvolle Lebensräume für den Naturschutz. Sie sind ein Beispiel für landwirtschaftliche Flächen mit einer hohen Artenvielfalt und unverzichtbar für den Erhalt der Sortenvielfalt von Äpfeln und Birnen.

Zudem stellt die Biologische Station zwei ihrer zahlreichen Drittmittelprojekte vor: „Artenschutzprojekt Ameisenbläulinge“ und „Vernetztes Rainland“.

Ameisenbläulinge sind seltene Tagfalter mit einem besonderen Lebenszyklus, die eine angepasste Flächenbewirtschaftung benötigen. Daher sind diese Schmetterlinge sehr selten geworden. Ziel ist eine Vernetzung und Stärkung der vorhandenen Populationen. Das Projekt wird von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung gefördert.

Beim Projekt „Vernetztes Rainland“ geht es um die ökologische Aufwertung von Wegrainen. Über die Einsaat von heimischen Blütenpflanzen wird die Insektenwelt gefördert und Vernetzungsstrukturen geschaffen. Hier fördert der Europäische Tier- und Naturschutzverein e.V. das Projekt.

Von links nach rechts: Barbara Bouillon (Biostation im Rhein-Sieg-Kreis), Silke Gorißen (Landwirtschaftsministerin), Hendrik Wüst (Ministerpräsident), Dr. Dieter Steinwarz (Biostation im Rhein-Sieg-Kreis)

Am Eröffnungstag hatte die Biologische Station Besuch vom Nordrhein-Westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst und der Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen. Sie informierten sich über Obstwiesen, Obstsortenvielfalt und die Obstvermarktung.